
Die Weinrebe ist ein mit Sprossranken kletternder Strauch, sie kann 10 bis 20 m hoch werden.
Als Kulturpflanze wird sie in Weinbergen intensiv genutzt, die einzelnen Pflanzen werden auf einer höhe von ca. 120cm
in eine waagerechte Form gebunden und ranken an Drähten oder Holzgestellen entlang.
Um einen reichen Ertrag zu erbringen,
benötigt die Weinrebe einiges an Pflegemaßnahmen: neben dem Binden der Ranken und dem Ausgeizen muss auch ein regelmäßiger
Rückschnitt und eine Verjüngung der Pflanze durchgeführt werden, damit die Pflanze ihre Energie in die Beeren steckt und
nicht an ungenutztes Blattwerk verschwendet.
Man unterscheidet mehrere Weinarten:
zum einen gibt es die sogenannte Tafeltraube, sie bildet große saftige und süße Trauben, die zum Teil sogar ohne Kerne
wachsen und dadurch zum sofortigen Verzehr sehr gut geeignet sind.
Dann gibt es noch die Wein- oder Winzerrebe, sie bildet kleinere Trauben die aber ein intensiveres Aroma besitzen und sich
somit eher für die Weinherstellung eignen, als die eher Aromaärmeren Tafeltrauben.
Die Winzerreben sind oft spezielle Züchtungen, die in Wachstum, Süße und Aroma den speziellen Anforderungen für die
Weinproduktion angepasst sind. Einige dieser Arten sind sehr anfällig für Krankheiten und Parasiten, darum kann es in
einigen Weinanbaugebieten verboten sein, als privater Gartenbesitzer sogenannte unedle Weinpflanzen zu pflanzen, da man mit
solchen Pflanzen einen ganzen Weinberg mit einem Pilz oder Schadinsekt infizieren könnte.
Dann gibt es noch den Zierwein, hiervon gibt es diverse Arten mit ganz unterschiedlichem Erscheinungsbild, Blüten und
Fruchtformen. Einige Pflanzen haben ein besonders schön gefärbtes oder robustes Blattwerk, manche sind stark rankens und
einige wenige wachsen auch nicht rankend, also als Busch.
Als Dekoration und Begrünung kann die Weinrebe dazu eingesetzt werden, Fassaden, Wände, Rosenbogen oder Pavillions zu
begrünen.
An senkrechten Wänden werden dafür Rankhilfen benötigt, an denen sich die Sprossranken festhalten können -
hierfür reichen oft schon ein paar im Zickzack gespannte Drähte.
Im Gegensatz zum Efeu hat Wein keine Haftscheiben, mit
denen er sich an der Fassade selbst festhalten könnte. Anders als Efeu beschädigt der Wein die Fassade durch seine
Sprossranken nicht!
Soll ein Pavillion-Gestell oder ein Pergola überrankt werden, so kann man im Bereich des Daches einige Hilfsdrähte spannen
und die Ranken in die gewünschten Position schieben oder binden, bis sie sich mit ihren Sprossenranken selbständig in dieser
Position festhalten.
So ergibt sich schon nach kurzer Zeit ein dichtes Blätterdach, das vor Sonne und leichtem Regen
einen recht guten Schutz bietet und gleichzeitig stets ein paar Trauben zum Naschen bereit hält.
Weitere Vorteile: das dichte Blätterdach bildet zwar einen dichten Sonnenschutz, ist aber Luftdurchlässig und es bildet sich
keine Dunstglocke darunter, wie bei einem Stoff- oder Kunststoffdach. Die Trauben bieten Vögeln und Insekten eine
abwechselungsreiche Nahrungsquelle, die (als Rosine) grade auch bei den Vögeln wie z.B. Amseln und Drosseln im Winter sehr
beliebt ist.
Neben der allgemein bekannten Nutzung zur Herstellung als Wein oder Saft kann man für die Wintermonate einen Schmackhaften
Brotaufstrich daraus herstellen, indem man den ungefilterten Saft der Trauben (ohne Kerne und Schalen, aber mit Fruchtfleisch)
zu einer Art Marmelade oder Gelee verarbeitet.
Ebenso wie bei der gewöhnlichen Marmelade wird der Saft erhitzt, Gelierzucker
hinzugefügt und kurz aufgekocht. Allerdings benötigt man für das Trauben-Gelee etwas mehr Gelierzucker, da das Gelee sonst
nicht fest genug wird.
Ich empfehle eine Mischung 1:1,25 bis 1:1,5
Wer gerne etwas experimentieren möchte, der kann dem Gelee auch Rosinen zugeben oder zum Ende des Kochvorganges einen Schuss
Wein (Rot oder weiß) zugeben um den Geschmack abzurunden.