
Die Johannisbeeren (Ribes) gibt es in verschiedenen Arten, am bekanntesten sind die "Rote Johannisbeere" (Ribes rubrum),
die "Schwarze Johannisbeere" (Ribes nigrum) und die "Weiße oder Gelbe Johannisbeere".
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. In einem traubigen Blütenstand mit einer kahlen Blütenstandsachse stehen vier bis
acht Blüten zusammen.
Während die weit verbreitete "Rote Johannisbeere" eine fruchtig saure Geschmacksnote mit einer zart herben Note hat, ist die
"Schwarze Johannisbeere" intensiver herb, süß und weniger fruchtig. Die "Weißen Johannisbeeren" schmecken hingegen eher
fruchtig süß und haben eine sehr angenehme zarte Honig-Note was sie vor allem bei Kindern sehr beliebt macht.
Durch Kreuzung der "Schwarzen Johannisbeere" mit der Stachelbeere wurde die "Jostabeere" gezüchtet, deren Früchte den Geschmack
der Stachelbeere mit dem Aroma der "Schwarzen Johannisbeere" vereinen. Die einzeln hängenden Früchte erreichen annähernd die
Größe von Stachelbeeren.
Die Johannisbeere verbreitet sich durch die von Vögeln und kleinen Säugetieren verdauten Früchten.
Sie ist bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt und wurde im Mittelalter häufig in Klöstern kultiviert. Der
Gehalt an Vitamin C, Kalium und Fruchtsäuren soll die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern.
Für Johannisbeeren gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel in Kuchen und Muffins, als Saft oder Wein,
am weitesten verbreitet ist aber nach wie vor die Verwendung als Marmelade oder Gelee.
Für die Herstellung von ROTER Johannisbeer-Marmelade sollte man das Mischungsverhältnis Frucht:Gelierzucker auf 1:1,25 ehöhen,
da roten Johannisbeeren schlechter gelieren. SCHWARZE Johannisbeeren hingegen gelieren viel besser, darum ist hier weniger
Gelierzucker erforderlich, hier reicht ein 1:0,8 Mischungsverhältnis aus.