
Der Knoblauch (Allium sativum) wird seit etlichen Jahrhunderten als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Er erreicht
Wuchshöhen von 30 bis 90 Zentimetern. Die Knolle besteht aus einer sogenannten Hauptzehe, um die etwa fünf bis zwanzig
Nebenzehen angeordnet sind.
Der Geschmack der Zehen ist sehr scharf-aromatisch, der Saft der Zehen von klebriger Konsistenz. Aus der mittleren
Hauptzehe treibt ein stielrunder Stängel aus.
Je nach Standort und Bodenbeschaffenheit variieren Schärfe und Knollengröße etwas, generell ist aber festzustellen, das
Knoblauch keine Staunässe mag, er neigt hier schnell zu Fäulnis und gehemmten Wachstum.
Der Knoblauch liebt warme, sonnige Standorte - gerne in Partnerschaft mit anderen Kräutern oder auch zwischen Erdbeeren.
Knoblauch sollte im Abstand von ungefähr 20 cm gesteckt werden. Die Ernte kann erfolgen, wenn ein Drittel des Laubs welk ist.
Geerntete Knollen sind auch ohne besondere Behandlung bis zu einem Jahr lagerbar. Am besten schneidet man den verbliebenen
Blattstiel 5-10cm über der Knolle ab und entfernt die oberste Hautschicht der Knolle, die noch mit Erde bedeckt war. Dabei
bitte nicht zu viele Hautschichten abpulen oder beschädigen, denn sie schützen die Knoblauchzehen vor dem Austrocknen.
Nun kann man die Knollen an einem kühlen, dunklen Ort ebenso wie Zwiebeln oder Kartoffeln lagern.
Verwendungsvorschläge:
Zanderfilet:
Eine beschichtete Pfanne mit einem Teelöffel Öl benetzen.
Eine Knoblauchzehe halbieren und damit den Boden der Pfanne kräftig einreiben.
Ein unpaniertes Zander-Filet hinzugeben und von einer Seite so lange anbraten, bis der Rand des Filets sich von glasig auf
weiß verfärbt. Dann das Filet wenden, die Oberseite nun mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer würzen und fertig braten.
Tzatziki-Variante:
500g Joghurt griechischr Art
1 Teel. Salz
4-5 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
ev. etwas frischer Dill und/oder 1/2 Salatgurke (Kerne entfernen)
Zunächst die Knoblauchzehen schälen und in möglichst kleine Stückchen zerteilen, dann mit dem Messerrücken flach drücken.
Knoblauch, Salz und Joghurt gut vermengen und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und unterheben.
Je nach Geschmack mit etwas Dill verfeinern und ggf. Nachsalzen.
Wem der Geschmack zu intensiv ist, der kann die klein gewürfelte Salatgurke für mehr Biss und Leichtigkeit hinzugeben.
Sollten während der Lagerung einzelne Knoblauchzehen anfangen zu keimen, so sind sich nicht mehr essbar. Man kann sie nun
aber gleich von den anderen Zehen trennen und in ein Frühbeet stecken, das funktioniert auch auf der Fensterbank oder im
Blumenkasten, vorausgesetzt man verwendet dort nicht die üliche Blumenerde sondern Anzuchterde oder Gartenerde.
Knoblauch im eigenen Garten zu ziehen ist recht einfach und auf mehrere Arten machbar, denn zum einen bilden sich um die
eigentliche Zwiebel mehrere Tochterzwiebeln, die sogenannten Zehen.
Diese kann man einfach wie normale Steckzwiebeln im Frühjahr in den lockeren Boden stecken. Die aus einer Knoblauchzehe
gewonnene Pflanze wächst über das Jahr ebenso wie eine Zwiebel heran und bildet neue Zehen, also eine komplett neue
Knoblauch-Knolle aus.
Bei einem Teil der Knoblauchpflanzen wächst im Sommer ein Stängel, der ein Paket der deutlich kleineren Brutzwiebeln
(auch Bulbillen genannt) ausbildet.
Diese Brutzwiebeln können entweder sofort oder auch erst im nächsten Frühjahr ebenso wie auch bei der Steckzwiebel gesetzt
werden, allerdings sind sie etwas empfindlich und benötigen regelmäßige Bewässerung.
Innerhalb einiger Tage trreibt hier eine kleine feine grüne, an Grasblätter erinnernde Blattspitze empor, die meistens nach
wenigen Wochen schon wieder verwelkt. Erst im kommenden Jahr treibt diese Minizwiebel erneut aus und beginnt, ebenfalls eine
komplette Knolle mit huchwachsendem kräftigen Lauch auszubilden.
Es ist sinnvoll, den Standort der aus Brutzwiebeln generierten Knoblauchpflanzen zu markieren, damit diese noch sehr
empfindlichen Pflanzen nicht versehendlich bei den Pflegemaßnahmen im Herbst untergegraben oder zertreten werden, wenn der
Acker für die nächste Saison vorbereitet wird.
Fazit:
Während die Vermehrung aus einer Knoblauchzehe also bereits nach einem Jahr eine komplette große Knolle hervorbringt, dauert
dieser Vorgang bei der Verwendung der Brutzwiebeln ein halbes bis ein Jahr länger.